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Apple fordert Entscheidungen der EU-Kommission heraus

Zuletzt aktualisiert am 20. November 2023 von Michael Becker

Zu Beginn dieses Monats betonte Apple die Unvermeidlichkeit von Drittanbieter-App-Stores in Europa, als Reaktion auf die Einführung des Digital Markets Act (DMA) in den EU-Ländern im Mai. Allerdings deuten aktuelle Entwicklungen darauf hin, dass Apple nun Schritte unternimmt, um gegen die Einbeziehung des App Stores und iMessage in den DMA bei der EU Einspruch zu erheben – und diese Gerüchte haben sich als wahr erwiesen.

Offizielle rechtliche Klage von Apple gegen die Entscheidungen der Europäischen Kommission

Gemäß einer Meldung von Reuters hat Apple offiziell eine rechtliche Klage eingereicht, die die Entscheidungen der Europäischen Kommission im Rahmen des kürzlich eingeführten DMA in Frage stellt. Diese Informationen wurden durch einen Beitrag des Gerichtshofs der Europäischen Union auf X bekannt.

Details der rechtlichen Herausforderung bleiben undurchsichtig

Obwohl konkrete Details von Apples rechtlicher Herausforderung noch nicht öffentlich bekannt gegeben wurden, berichtete Bloomberg News letzte Woche, dass das Unternehmen die Aufnahme seines App Stores in die Liste der Gatekeeper anfechten würde. Einfach ausgedrückt legt Apple Einspruch gegen die Entscheidung ein, Konkurrenz-App-Stores auf seinen Geräten zuzulassen.

Parallele Berufungen von Meta und TikTok

In ähnlicher Weise haben die Tech-Giganten Meta und TikTok bereits Berufung eingelegt und die Entscheidung der Kommission zur Einbeziehung ihrer Dienste angefochten. Metas Berufung drückt die Ablehnung der Entscheidung der Kommission aus, seine Messenger- und Marketplace-Dienste unter dem DMA zu klassifizieren, ohne die Einbeziehung von Facebook, WhatsApp oder Instagram anzufechten.

TikTok warnt vor Machtzuwachs dominanter Tech-Unternehmen

TikTok argumentiert seinerseits, dass seine Einstufung das Risiko birgt, die Macht dominanter Tech-Unternehmen zu festigen. Die Plattform, seit etwas mehr als fünf Jahren in Europa tätig, bezeichnet sich selbst als “den fähigsten Herausforderer für etabliertere Plattformunternehmen”.

DMA und die Befugnisse der Europäischen Kommission

Gemäß dem DMA hat die Europäische Kommission die Befugnis, digitale Plattformen als “Gatekeeper” zu bezeichnen, wenn sie eine entscheidende Rolle als Schnittstelle zwischen Unternehmen und Verbrauchern für grundlegende Plattformdienste spielen. Die Gesetzgebung richtet sich gegen 22 “Gatekeeper”-Dienste, die von sechs großen Tech-Unternehmen betrieben werden: Microsoft, Apple, Googles Alphabet, Amazon, Meta und ByteDance’s TikTok.

Ziel des DMA: Vereinfachung der Nutzerbewegung zwischen Diensten

Das Hauptziel des DMA besteht darin, die Bewegung der Nutzer zwischen konkurrierenden Diensten zu vereinfachen. Dies beinhaltet die Verpflichtung der Plattformen, ihre Messaging-Apps mit Konkurrenten zu interoperieren, und die Erlaubnis für Benutzer, zu entscheiden, welche Apps auf ihren Geräten vorinstalliert werden sollen.

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Michael Becker

Michael Becker ist ein leidenschaftlicher Gamer und Technik-Enthusiast, der seine Liebe zu Computerspielen und Technologie in eine erfolgreiche Karriere als Autor auf einer Technikwebsite umgewandelt hat. Schon in jungen Jahren war er fasziniert von Computerspielen und begann bald darauf, sich intensiv mit der Technologie dahinter zu beschäftigen. Seine Liebe zur Technologie und seine Leidenschaft für Computerspiele machen ihn zu einem Experten auf seinem Gebiet und inspirieren andere, sich ebenfalls mit diesen Themen zu beschäftigen.