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Apple: Siri’s KI-Zukunft beginnt auf der WWDC 2024

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2024 von Michael Becker

Im vergangenen Jahr kamen Apples oberste Software-Exekutiven zu dem Schluss, dass Siri, der virtuelle Assistent des Unternehmens, eine grundlegende Überholung benötigt. Diese Entscheidung folgte nach intensiven Tests mit OpenAI’s ChatGPT durch Craig Federighi und John Giannandrea. Die fortschrittlichen generativen KI-Fähigkeiten des Chatbots, der in der Lage ist, Gedichte zu verfassen, Computercode zu erstellen und komplexe Fragen zu beantworten, machten deutlich, dass Siri im Vergleich veraltet erschien.

Die Grenzen von Siri

Seit seiner Einführung im Jahr 2011 war Siri auf einzelne Anfragen beschränkt und konnte nie einen fließenden Dialog führen. Häufige Missverständnisse und die Unfähigkeit, Kontext zu erkennen – wie das Beispiel mit den Wetteranfragen zeigt – haben dazu geführt, dass die Technologie von der neueren Entwicklung überholt wurde.

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Eine strategische Neuausrichtung

Die Erkenntnis, dass neue Technologien Siri überflügelt hatten, löste die bedeutendste Reorganisation bei Apple seit mehr als einem Jahrzehnt aus. Entschlossen, im KI-Wettbewerb der Technologiebranche aufzuholen, wurde generative KI zu einem zentralen Projekt erklärt. Dieses Projekt soll Mitarbeiter um ein Jahrzehnteziel herum versammeln.

Die geplante Verbesserung von Siri

Es wird erwartet, dass Apple auf seiner jährlichen Entwicklerkonferenz am 10. Juni eine verbesserte Version von Siri vorstellt, die gesprächiger und vielseitiger sein soll. Die neue generative KI-Technologie soll es Siri ermöglichen, Gespräche zu führen, statt nur auf einzelne Fragen zu antworten.

Breitere Anwendung von KI bei Apple

Neben der Aktualisierung von Siri plant Apple, die Speicherkapazität der diesjährigen iPhones zu erhöhen, um die neuen Fähigkeiten von Siri zu unterstützen. Zudem werden Lizenzen für ergänzende KI-Modelle in Betracht gezogen, die Chatbots von verschiedenen Unternehmen, einschließlich Google, Cohere und OpenAI, antreiben.

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Herausforderungen und Chancen

Apple steht jedoch vor Herausforderungen, da die neue KI-Technologie das Potenzial hat, das iOS-Betriebssystem zu verdrängen und eine eigene Ökosystem von KI-Apps zu schaffen. Diese Entwicklung könnte die Dominanz von Apple im globalen Smartphone-Markt gefährden und die Einnahmen aus dem App Store untergraben, die jährlich etwa 24 Milliarden Dollar betragen.

Die Antwort auf den Wettbewerb

Trotz der Herausforderungen bietet die strategische Neuausrichtung auf KI auch Chancen. Apple verfügt über mehr als zwei Milliarden Geräte weltweit, die als Plattform für die Verteilung von KI-Produkten dienen können. Zudem hat das Unternehmen ein führendes Halbleiterteam, das in der Lage ist, hochentwickelte Chips für KI-Aufgaben zu produzieren.

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Michael Becker

Michael Becker ist ein Technik-Enthusiast, der schon seit mehreren Jahren für verschiedene Technikmagazine schreibt.