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Microsoft CEO zu neuem KI-Gadget “R1”: Größte Vorstellung seit Steve Jobs´ iPhone

Zuletzt aktualisiert am 18. Januar 2024 von Luca Koch

Satya Nadella, der CEO von Microsoft, äußerte sich kürzlich in Davos über künstliche Intelligenz und die Zukunft der Computertechnologie. Seine Bewunderung galt insbesondere der Vorstellung des Rabbit R1, einem AI-betriebenen Hardware-Gerät. Nadella verglich die Präsentation des Rabbit OS und des Geräts mit der Einführung des iPhones durch Steve Jobs. Dies zeugt von der hohen Qualität und dem innovativen Charakter der Demonstration.

Die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz

Nadella betonte die Bedeutung der KI-Entwicklung. Er sieht eine Zukunft, in der Betriebssysteme, die auf KI-Agenten basieren, die Interaktionen der Nutzer übernehmen. Die Beziehung zu Computern werde sich grundlegend ändern. Der Rabbit R1, der ein sogenanntes Large Action Model nutzt, ist ein Beispiel für diese Entwicklung. Trotz Skepsis einiger Beobachter war das Gerät innerhalb weniger Stunden ausverkauft.

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Rabbit R1 – ein neues KI-Gadget

Das neue KI-Startup Rabbit hat auf der CES 2024 sein Gadget “R1” vorgestellt. Hier ist alles, was man über das neue Device wissen muss:

Größe und Funktion: Das R1 ist etwa halb so groß wie moderne Smartphones, hat ein eigenes Betriebssystem und soll in der Lage sein, alle verfügbaren Apps und Webseiten zu bedienen. Es scheint darauf ausgerichtet zu sein, den klassischen Smartphone-Formfaktor zu ersetzen.

Hardware-Spezifikationen: Das Gerät hat eine diagonale Größe von 2,88 Zoll, ein kleines Display, eine schwenkbare Kamera, ein Rollrad und einen Auswahlknopf zur Navigation in Menüs, sowie Lautsprecher und Mikrofon für den KI-Assistenten.

KI-Assistent und Large Action Model (LAM): Ähnlich wie Amazons Alexa oder Googles Assistant verarbeitet der KI-Assistent des R1 Nutzeranfragen. Statt eines großen Sprachmodells nutzt es ein “Large Action Model” (LAM), das die Nutzung von Apps und Webseiten durch das Beobachten menschlicher Verhaltensmuster erlernen kann.

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Funktionsweise und Cloud-Betrieb: Alle Aufgaben werden laut Beschreibung des Unternehmens in VMs in der Cloud ausgeführt. Rabbit behauptet, keine persönlichen Zugangsdaten zu verwalten oder zu speichern, da Nutzer sich selbst bei Diensten anmelden.

Unklarheiten und potenzielle Probleme: Details zur Funktionsweise, zur Verwaltung von Passwörtern und zur dauerhaften Nutzung in der Cloud sind nicht klar. Es könnte praktische Nachteile geben, insbesondere bei datenintensiven Angeboten wie Streaming, die zu Verzögerungen führen könnten.

Erste Erfahrungen und Verkaufszahlen: Ein erster Bericht von The Verge deutet darauf hin, dass während des Testens auf der CES nichts richtig funktioniert habe, was aber auch am schlechten Hotel-WLAN liegen könnte. Trotz dieser Unwägbarkeiten hat Rabbit am ersten Tag nach der Ankündigung bereits 10.000 Stück verkauft und das Gerät ist vorerst ausverkauft. Eine zweite Charge soll frühestens im April oder Mai 2024 folgen, zu einem Preis von rund 200 US-Dollar.

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  • Luca Koch

    Luca Koch ist als Redakteur für das Magazin Elektronik Informationen tätig und hat sich auf das Thema Künstliche Intelligenz spezialisiert, schreibt jedoch auch über andere Technik-Themen.

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Luca Koch

Luca Koch ist als Redakteur für das Magazin Elektronik Informationen tätig und hat sich auf das Thema Künstliche Intelligenz spezialisiert, schreibt jedoch auch über andere Technik-Themen.