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Japan zwingt Apple und Google zu App Store-Änderungen: Nutzer können sich freuen

Zuletzt aktualisiert am 17. Juni 2023 von Lars Weidmann

In einem ersten Schritt in Richtung erzwungener Änderungen in den App Stores von Apple und Google ist Japan dem Beispiel der Europäischen Union (EU) gefolgt.

Europäische Digital Markets Act als Vorbild

Der in Europa verabschiedete Digital Markets Act (DMA) zwingt Apple zu Änderungen an den iPhones, die zum Teil noch dieses Jahr umgesetzt werden sollen. So soll das Betriebssystem iOS 17 den Nutzern beispielsweise die Möglichkeit geben, Apps von Drittanbietern zu installieren, auch wenn Apple die Sicherheit dieser Apps nicht garantieren kann. Laut einem früheren Bericht von Bloomberg wird diese Funktion allerdings auf die 27 EU-Mitgliedsländer beschränkt sein. Android-Nutzer haben bereits die Möglichkeit, Apps von Drittanbietern zu installieren.

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Japan folgt dem europäischen Beispiel

Wie die Japan Times (über AppleInsider) berichtet, könnte Japan das nächste Land sein, das Apple dazu auffordert, seinen “abgeschotteten Garten” zu öffnen. Die japanische Regierung hat eine Reihe von Regulierungen formuliert, die sie gerne von Apple und Google umgesetzt sehen würde. Diese Regulierungen verlangen, dass beide Unternehmen ihren Nutzern die Möglichkeit geben, Apps von Drittanbietern zu installieren.

Die japanische Regierung erhofft sich dadurch eine Senkung der App-Preise und eine Belebung des Wettbewerbs. Der Bericht weist darauf hin, dass 97% der Android-Nutzer ihre Apps aus dem Google Play Store herunterladen, obwohl sie dazu nicht gezwungen sind. Apple hingegen besteht derzeit darauf, dass iPhone-Nutzer ihre Apps ausschließlich aus dem Apple App Store beziehen.

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Weitere Forderungen an Apple und Google

Neben der Forderung, dass Apple das Installieren von Dritt-Apps in Japan zulässt, möchten die japanischen Regulierungsbehörden, dass beide Unternehmen ihren Nutzern erlauben, In-App-Zahlungen über Drittanbieter-Plattformen zu tätigen. Derzeit bestehen Apple und Google darauf, dass diese Transaktionen über ihre eigenen In-App-Zahlungsplattformen laufen, was den beiden Technologieriesen ermöglicht, bis zu 30% Provision zu erheben.

Apple CEO Tim Cook hat immer betont, dass die Verhinderung der Installation von Dritt-Apps auf dem iPhone zu mehr Sicherheit führt, da Apple alle heruntergeladenen Apps genehmigen muss. Aber um gerecht zu sein, fordern die japanischen Regulierungen, dass iPhone- und Android-Nutzer Apps aus Dritt-App-Stores herunterladen dürfen, aber nur wenn diese App-Stores ausreichenden Datenschutz und Sicherheitsschutz bieten.

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Einfachere Deinstallation vorinstallierter Apps

Die japanischen Regulierungsbehörden möchten zudem, dass iPhone- und Android-Nutzer einige vorinstallierte Apps, die die Hersteller auf ihren Geräten laden, leichter löschen können. Sie fordern zudem, dass Apple und Google aufhören, ihren eigenen Diensten bei Suchergebnissen Vorzugsbehandlungen zu gewähren.

Die Regulierungen wurden im Hauptquartier der japanischen Regierung für den digitalen Markt-Wettbewerb verfasst. Es wird erwartet, dass die Regierung während der ordentlichen Parlamentssitzung 2024 damit in Verbindung stehende Gesetze einreichen wird.

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Marina Meier

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