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Spotify muss 4,5 Millionen Euro Strafe an die EU zahlen! Warum?

Zuletzt aktualisiert am 17. Juni 2023 von Lars Weidmann

Spotify ist zweifellos eine der bevorzugten Apps für Musikstreaming. Mit seiner reichen Erfahrung erweitert das Unternehmen kontinuierlich seine Funktionspalette. Podcasts und E-Book-Unterstützung sind nur zwei der Gründe, warum man die Plattform auf seinem Handy installieren sollte.

Doch dann passierte ein Missgeschick im Umgang mit Nutzerdaten, was die EU dazu veranlasste, eine Geldstrafe in Höhe von 4,5 Millionen Euro zu verhängen, wie AndroidHeadlines berichtet. Aber warum?

Die Bedeutung der Datenschutzrichtlinien der EU

Die Europäische Union hat viel Zeit darauf verwendet, die Details zu regeln, wie Unternehmen aller Art mit Nutzerdaten umgehen sollen. Die Anforderungen sind streng und betreffen sowohl den Ort der Datenverarbeitung als auch die Art und Weise der Speicherung.

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Dies betrifft insbesondere die Art von Daten, die einer Person zugeordnet werden können, um sie als solche zu erkennen. Wenn diese GDPR-Daten nicht korrekt gehandhabt werden, können sie für unangenehme Dinge wie Massenmarketing oder Betrug genutzt werden. Es ist daher ein wichtiges Thema.

Die Strafe und ihre Herkunft

Die fragliche Geldstrafe wurde von der schwedischen Datenschutzbehörde aufgrund einer Beschwerde aus dem Jahr 2019 verhängt. Es stellt sich heraus, dass Spotify es versäumte, auf Anfrage Kundendaten bereitzustellen, was ein Recht der Nutzer gemäß EU-Vorschriften ist.

Es wird noch schlimmer: Spotify konnte nicht erklären, wie sie die betreffenden Daten verwendeten, was viele Bedenken aufwarf. Es ist in der EU nicht ungewöhnlich, dass Bürger ihre Rechte einfordern, wenn ein Unternehmen keinen triftigen Grund für die Erfassung bestimmter Daten liefert.

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Folgen für Spotify

Zusätzlich zur Geldstrafe muss Spotify die vollständigen, angeforderten Daten an den Beschwerdeführer übermitteln – obwohl inzwischen Jahre vergangen sind – zusammen mit einer schriftlichen Erläuterung des Datenhandhabungsprozesses.

Die Untersuchung der schwedischen Datenschutzbehörde endete jedoch positiv, da festgestellt wurde, dass Spotify die Dinge nun korrekt handhabt. Das wird das Unternehmen jedoch nicht vor der bereits erwähnten Geldstrafe bewahren. Spotify hat daher angekündigt, gegen diese Entscheidung in der Zukunft Berufung einzulegen.

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Marina Meier

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