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Zoom führt AI Companion ein – Was das für Sie bedeutet

Zuletzt aktualisiert am 6. September 2023 von Lars Weidmann

Die Popularität von Zoom, einer der führenden Videoanruf-Apps, hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Mit der Einführung ihres neuen KI-Begleiters setzt Zoom nun auf Künstliche Intelligenz (KI), um die Produktivität der Nutzer weiter zu steigern. In Partnerschaft mit OpenAI und Meta, dem Mutterkonzern von Facebook, hat Zoom eine Lösung entwickelt, die auf großen Sprachmodellen (LLMs) und KI-Algorithmen basiert. Der KI-Begleiter soll dabei helfen, verpasste Meetings nachzuholen und schnelle Antworten auf Chat-Nachrichten zu finden.

Wie funktioniert der Zoom AI Companion?

Der KI-Begleiter von Zoom ist darauf ausgelegt, Nutzern dabei zu helfen, effektiver zu arbeiten, sich mit Teammitgliedern zu vernetzen und ihre Fähigkeiten zu verbessern. Einer der Hauptvorteile des AI Companions besteht darin, dass er verpasste Meetings zusammenfassen kann. Wenn ein Nutzer zu spät zu einem Meeting erscheint, kann der KI-Begleiter eine Zusammenfassung der besprochenen Themen und Aktionspunkte liefern. Darüber hinaus kann er Cloud-Aufnahmen von Meetings in kapitelbasierte Abschnitte unterteilen, um sie leichter verdaulich zu machen.

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In Zukunft plant Zoom weitere Funktionen für den AI Companion. Ab September soll er Nutzern beim Verfassen von E-Mails und der Zusammenfassung von Chat-Nachrichten helfen. Im Herbst sollen zudem automatische Antwortvorschläge für Text-Chats eingeführt werden.

Datenschutzbedenken

Obwohl die Funktionen des AI Companions von Zoom vielversprechend klingen, gibt es auch Datenschutzbedenken. Zoom wurde in der Vergangenheit bereits wegen irreführender End-to-End-Verschlüsselungsansprüche und einer beunruhigenden Emotionserkennungstechnologie kritisiert. Die Integration eines KI-Tools in vertrauliche Anrufe könnte bei vielen Menschen Datenschutzbedenken auslösen.

Zoom hat versucht, diese Bedenken zu zerstreuen, indem das Unternehmen betont, dass der AI Companion die Privatsphäre der Nutzer respektiert. Zoom verwendet nach eigenen Angaben keine Audio-, Video-, Chat- oder Bildschirmübertragungen, um KI-Modelle von Zoom oder Drittanbietern zu trainieren. Dennoch gab es im August 2023 eine Kontroverse, als behauptet wurde, dass Zoom Daten von Nutzern erfassen und in KI-Tools einsetzen könne. Zoom hat die Nutzungsbedingungen später dahingehend präzisiert, dass keine Kommunikationsdaten für das Training der KI verwendet werden. Es scheint jedoch immer noch möglich zu sein, dass die App “servicegenerierte Daten” wie Telemetrie- und Produktverwendungsdaten sammelt.

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Die Zukunft des AI Companions

Der AI Companion von Zoom erfordert ein kostenpflichtiges Zoom-Konto und ist für Premium-Nutzer ohne zusätzliche Kosten verfügbar. Zoom plant, in den kommenden Wochen weitere Funktionen anzukündigen. Dazu gehören die Unterstützung bei der Dokumentensuche, das Erstellen von Support-Tickets und die Vorbereitung auf bevorstehende Meetings, basierend auf vergangenen oder aktuellen Anrufen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der AI Companion von Zoom potenziell eine wertvolle Ergänzung für Nutzer sein kann, um ihre Produktivität zu steigern und Meetings effektiver zu gestalten. Datenschutzbedenken sollten jedoch nicht außer Acht gelassen werden, und es ist wichtig, dass Zoom seine Versprechen bezüglich des Schutzes der Privatsphäre der Nutzer einhält.

 

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Autor

Lars Weidmann

Lars Weidmann ist ein Technik-Enthusiast, der sich für eine Vielzahl von Themen im Bereich Technologie begeistert.