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Neues EU-Gesetz könnte Apple zwingen, den Wechsel von iCloud-Daten zu erleichtern

Die europäische Union ist bekannt für ihre regulatorischen Maßnahmen, die das Ziel haben, die Macht großer Tech-Konzerne einzuschränken. Dazu zählen auch zahlreiche Gesetzesvorschläge, die eine konkurrenzfreundlichere Tech-Welt schaffen sollen.

EU plant Gesetz zur Vereinfachung des Datenumzugs zwischen Diensten

Der neueste Schritt in dieser Richtung ist ein Gesetz, das sich mit Cloud-Diensten befasst. Wie AppleInsider berichtet, soll das Gesetz den Umzug von Daten zwischen verschiedenen Diensten, einschließlich Apples iCloud, erleichtern.

Apple ist dafür bekannt, dass seine Systeme kaum mit Lösungen von Drittanbietern kompatibel sind. Dies gilt auch für den iCloud-Speicher. Es ist derzeit nicht einfach, Daten von der iCloud auf andere Speicherlösungen zu übertragen. Das soll sich jedoch durch den sogenannten “Data Act” ändern, der 2022 von der Europäischen Kommistwsion vorgeschlagen wurde.

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Vorgeschlagenes Gesetz zur Datenmobilität erreicht nächste Stufe

Die Europäische Kommission hat eine Vereinbarung über den Gesetzesvorschlag erzielt und diesen somit einen Schritt weitergebracht. Noch handelt es sich allerdings nicht um ein verbindliches Gesetz – dafür sind noch weitere Schritte notwendig. Das Gesetz zielt darauf ab, den Wechsel zu alternativen Datendiensten zu vereinfachen. Gleichzeitig soll es vor unberechtigten Datenübertragungen schützen und Interoperabilitätsstandards festlegen.

Aber das ist noch nicht alles: Der Data Act soll auch Kunden und Unternehmen mehr Kontrolle darüber geben, wie die von ihren Produkten generierten Daten genutzt werden können.

Apple muss Anpassungen an iCloud vornehmen

Für Apple bedeutet dies, dass das Unternehmen seine iCloud so anpassen muss, dass der Datentransfer zu einem anderen Dienst, wie beispielsweise Google Drive, einfacher wird. Derzeit hat Apple eine Android-App namens “Move to iOS”, die den Datentransfer von Android zu iOS erleichtert. Eine App, die das Gegenteil leistet, gibt es bisher jedoch nicht.

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Die EU arbeitet schon seit geraumer Zeit an Gesetzen, die das Monopol großer Tech-Unternehmen einschränken sollen. Beispiele dafür sind der Digital Markets Act (DMA) und der Digital Services Act (DSA), die im letzten Jahr in Kraft getreten sind. Der DMA soll einen fairen Wettbewerb auf digitalen Marktplätzen (wie zum Beispiel Drittanbieter-App-Stores auf dem iPhone) sicherstellen, während der DSA Online-Inhalte reguliert und große Tech-Unternehmen (wie beispielsweise Social-Media-Plattformen) für den Umgang mit illegalen Inhalten auf ihren Plattformen verantwortlich macht.

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Marina Meier

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