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Intel bestückt neue Generation CPU mit künstlicher Intelligenz

Zuletzt aktualisiert am 29. Mai 2023 von Marina Meier

Intel glaubt, dass das nächste Prozessor-Upgrade eine dedizierte KI-Einheit beinhalten sollte, und seine bevorstehenden Meteor Lake-Chips füllen diese Lücke. Das Unternehmen erläuterte auf der Computex 2023, wie es erwartet, dass seine Vision Processing Units (VPUs) eingesetzt werden. Interessanterweise werden diese Prozessoren standardmäßig auf jedem Meteor Lake-Chip vorhanden sein.

VPU ist kein neues Konzept

Die VPU ist keine Neuheit. Intel führte diesen speziellen KI-Prozessor mit seinen 13. Generation Raptor Lake-Prozessoren ein, allerdings nur bei einigen ausgewählten Modellen. Das Unternehmen sagt, dass sie auf allen Meteor Lake-Chips vorhanden sein werden, deren Veröffentlichung für Ende 2023 geplant ist.

KI-Prozessoren für effizientere Aufgabenverteilung

Intels Konzept ist einfach: KI-Verarbeitung, die bereits auf der CPU und GPU stattfindet, auf einen dedizierten Prozessor verlagern. Laut Intel nutzen bereits über 100 Apps KI auf der CPU oder GPU, darunter die Adobe-Suite, Microsoft Teams, Avid Pro Tools, xSplit, Zoom und Unreal Engine. Die spezielle VPU ist nicht nur energieeffizienter für diese Aufgaben, um die Akkulaufzeit zu sparen, sie ermöglicht auch das Ausführen viel komplexerer KI-Modelle.

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Laut Intel sind scheinbar einfache Effekte wie Hintergrundersetzung in Microsoft Teams und dynamische Rauschunterdrückung in den letzten Jahren exponentiell komplexer geworden. Im Vergleich zu 2021 sagt Intel, dass die Hintergrundersetzung heute zehnmal komplexer und die dynamische Rauschunterdrückung 50-mal komplexer ist.

Höhere Leistung bei geringerem Energieverbrauch

Mit diesen Effekten bietet die VPU laut Intel das Zehnfache der KI-Rechenleistung, wenn sie auf der CPU ausgeführt wird, und das nur mit einem Fünftel der Leistung. Obwohl diese Effizienz hauptsächlich auf Laptops ausgerichtet ist, legte Intel großen Wert auf die Leistungsdichte seiner VPU. Effizientere Designs bedeuten letztlich mehr Spitzenleistung. Wir könnten mächtigere dedizierte KI-Prozessoren sehen, wenn genügend Anwendungen sie nutzen können.

Intel plant jedoch nicht, alle Arbeiten auf die VPU zu verlagern. Die CPU und GPU haben immer noch ihren Platz. Laut Intel ist die GPU immer noch die ideale Option für Medienerstellungsaufgaben, die KI einbeziehen, während die CPU einfachere KI-Aufgaben übernehmen kann, die sehr geringe Latenzzeiten erfordern.

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Wie die KI zur Gesamtleistung beiträgt

Neben mehr Leistung für KI-Programme sagt Intel, dass der dedizierte Prozessor die Gesamtleistung verbessern kann. Das Unternehmen demonstrierte dies mit der Unreal Engine, bei der die VPU Filmmaterial analysierte, um ein Mesh auf einem virtuellen Avatar zu erstellen. Diese Aufgabe wird normalerweise von der GPU übernommen, so dass die Verlagerung der Aufgabe auf die VPU der GPU freie Kapazitäten für andere Verarbeitungsaufgaben lässt.

Interessante Anwendungsfälle in der Zukunft

In der Zukunft könnten sich einige interessante Anwendungsfälle ergeben. Zum Beispiel verwendet Nvidias Broadcast KI-Prozessoren auf RTX-Grafikkarten für Hintergrundunschärfe, automatisches Reframing und Augenkontakt-Funktionen. Diese Arbeiten könnten auf die VPU verlagert werden, um die Grafikkarten für höhere Leistungen in Spielen freizugeben, insbesondere wenn Broadcast in einem Streaming-Stil-Szenario verwendet wird.

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Intel ist nicht der einzige, der sich auf den Einbau von KI in seine Prozessoren konzentriert. Auch die AMD Ryzen 7000 Mobilprozessoren verfügen über einen KI-Prozessor, den sogenannten Ryzen AI. Dieser sollte ähnliche Anwendungen wie Intels VPU ermöglichen, obwohl AMD seine Fähigkeiten noch nicht detailliert beschrieben hat.

Der Fokus liegt vorerst auf Laptops

Momentan scheinen diese KI-Prozessoren hauptsächlich auf Laptops ausgerichtet zu sein. Gerüchte deuten darauf hin, dass Intels Meteor Lake möglicherweise ganz auf den Desktop verzichtet, während AMD seinen KI-Prozessor nicht in Ryzen 7000 Desktop-Prozessoren eingebaut hat. Es könnte in der Zukunft einen Bedarf für einen dedizierten KI-Prozessor auf Desktops geben, aber es scheint, dass Intel und AMD dort noch nicht zu viel Aufmerksamkeit widmen.

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Marina Meier

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