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Apple Watch: Team entwickelt nicht-invasive Blutzuckertests

Zuletzt aktualisiert am 16. September 2023 von Lars Weidmann

Die Apple Watch hat sich bereits als vielseitiges Wearable etabliert und bietet eine Vielzahl an Gesundheitsfunktionen. Ein Ziel, das Apple seit einiger Zeit verfolgt, ist die Entwicklung einer nicht-invasiven Methode zur Überwachung des Blutzuckerspiegels von Diabetikern. Dies wäre ein Durchbruch für die medizinische Technologie und würde es insulinabhängigen Diabetikern ermöglichen, ihren Blutzuckerspiegel bequemer und genauer zu überwachen. In diesem Artikel werden wir über die neuesten Entwicklungen in diesem Bereich berichten und wie Apple das Team für diese wichtige Aufgabe neu aufgestellt hat.

Der “Heilige Gral” der smarten Gesundheitstools

Der Blutzuckerspiegel ist für Menschen mit Diabetes von entscheidender Bedeutung, insbesondere für diejenigen, die Insulin benötigen. Vor jeder Mahlzeit muss der Blutzuckerspiegel gemessen werden, um die Insulindosis genau zu bestimmen. Bisher wird diese Messung durch einen schmerzhaften Prozess durchgeführt, der den Einsatz einer kleinen Nadel namens Lanzette erfordert, um einen Tropfen Blut aus einem der Finger des Diabetikers zu entnehmen. Das Blut wird auf einem teuren Teststreifen gesammelt, der bereits in ein Gerät namens Glukometer eingelegt wurde. Innerhalb von Sekunden wird das Ergebnis angezeigt. Dieser Vorgang muss mehrmals täglich durchgeführt werden.

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Die Entwicklung einer nicht-invasiven Methode zur Blutzuckermessung wäre ein Durchbruch für die medizinische Technologie. Bloomberg-Berichten zufolge arbeitet Apple bereits an der Implementierung dieser Funktion in die Apple Watch. Anstatt Blutproben zu entnehmen, soll die optische Absorptionsspektroskopie verwendet werden, um präzise Glukosewerte zu liefern. Diese Technologie würde es den Benutzern ermöglichen, ihren Blutzuckerspiegel bequem und schmerzfrei zu überwachen.

Potenzielle Auswirkungen auf den Markt

Weltweit gibt es 150 bis 200 Millionen insulinabhängige Diabetiker. Die Bereitstellung einer nicht-invasiven Blutzuckermessung für die Apple Watch könnte diesen riesigen Markt für Apple öffnen. Es würde den Benutzern eine bequemere Möglichkeit bieten, ihren Blutzuckerspiegel zu überwachen, ohne auf schmerzhafte und kostspielige traditionelle Methoden angewiesen zu sein.

Neuer Leiter für das Team

Laut Bloomberg hat Apple Tim Millet, den Vizepräsidenten für Plattformarchitektur, zum Leiter des Teams ernannt, das an der Entwicklung des nicht-invasiven Blutzuckersystems für die Apple Watch arbeitet. Das Team, das als Exploratory Design Group (XDG) bekannt ist, wurde zuvor von Bill Athas geleitet, der Ende des letzten Jahres unerwartet verstorben ist. Tim Millet ist ein erfahrener Mitarbeiter bei Apple und spielte eine wichtige Rolle beim Wechsel von Intel-Prozessoren zu Apples eigenem Apple Silicon. Millet berichtet an Johny Srouji, den Senior Vice President of Hardware Technologies, der wiederum an CEO Tim Cook berichtet.

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Herausforderungen und Fortschritte

Die Entwicklung einer nicht-invasiven Blutzuckermessung erfordert die Zusammenarbeit von Experten aus verschiedenen Bereichen, darunter Halbleitertechnologie, Sensorik und Medizin. Apple betrachtet dieses Projekt als eine Aufgabe für das Halbleitertechnik-Team, da es die Entwicklung und Verwendung von hochmodernen Sensoren und Chips erfordert. Die Technologie basiert auf der Fokussierung eines Lasers unter die Haut, um den Glukosespiegel im Blut des Benutzers zu messen. Das Projekt befindet sich noch in der Proof-of-Concept-Phase und muss noch erheblich verkleinert werden, um in die Apple Watch integriert werden zu können. Das derzeitige Hardware-Design hat die Größe eines iPhones, was offensichtlich zu groß ist.

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Lars Weidmann

Lars Weidmann ist ein Technik-Enthusiast, der sich für eine Vielzahl von Themen im Bereich Technologie begeistert. Sein Interesse an Technik begann bereits in jungen Jahren, als er zum ersten Mal einen Computer benutzte und sich sofort für dessen Funktionsweise und Möglichkeiten begeisterte. Fragen, Kritik oder Anregungen zu meinem Artikel? Schreiben Sie mir unter [email protected] Seine Begeisterung für Technologie und seine Fähigkeit, komplexe Konzepte verständlich zu erklären, machen ihn zu einem geschätzten Autor und Experten auf seinem Gebiet.