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Cyberangriff auf AnyDesk: Unternehmen ergreift Sofortmaßnahmen

Zuletzt aktualisiert am 3. Februar 2024 von Michael Becker

Das deutsche Softwareunternehmen AnyDesk, bekannt für seine Remote-Desktop-Lösung, wurde kürzlich Ziel eines Cyberangriffes. AnyDesk ermöglicht Nutzern, von entfernten Standorten aus auf andere Computer zuzugreifen und wird häufig für Fernwartungen genutzt. Dies macht die Software zu einer populären Alternative zu ähnlichen Anbietern wie TeamViewer. Der Vorfall hat zu kompromittierten Produktionssystemen geführt, doch das Unternehmen hat schnell reagiert und umfangreiche Maßnahmen eingeleitet.

Reaktion auf den Cyberangriff

Nachdem der Angriff festgestellt wurde, hat AnyDesk sofort einen Maßnahmen- und Reaktionsplan aktiviert. Hierzu zählte die Einbindung von Sicherheitsexperten des renommierten Unternehmens CrowdStrike. Ebenso wurden die zuständigen Behörden über den Vorfall in Kenntnis gesetzt. Interessanterweise handelt es sich bei dem Vorfall nicht um einen Ransomware-Angriff, wie von den Entwicklern betont wurde.

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Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen durch AnyDesk

AnyDesk hat in Reaktion auf den Angriff alle sicherheitsrelevanten Zertifikate widerrufen. Systeme wurden bei Bedarf wiederhergestellt oder ersetzt. Das Unternehmen kündigte an, das bisherige Code-Signatur-Zertifikat für Binärdateien zu widerrufen und durch ein neues zu ersetzen. Diese Schritte sind Teil der Bemühungen, die Sicherheit der Software und der Nutzerdaten zu gewährleisten.

Schutz der Benutzerdaten

Laut AnyDesk speichern ihre Systeme keine privaten Schlüssel, Sicherheitstoken oder Passwörter, die für eine Verbindung zu Endgeräten von Benutzern ausgenutzt werden könnten. Als Vorsichtsmaßnahme wurden alle Passwörter für das Webportal widerrufen. Das Unternehmen empfiehlt Benutzern, ihre Passwörter zu ändern, falls diese auch anderweitig genutzt werden.

Sicherheit und Vertrauen

AnyDesk betont, dass es keine Beweise dafür gibt, dass Endgeräte von Benutzern durch den Angriff betroffen sind. Das Unternehmen versichert, dass die Situation unter Kontrolle ist und die Nutzung von AnyDesk sicher bleibt. Kunden werden aufgefordert, sicherzustellen, dass sie die neueste Version der Software mit dem neuen Code-Signatur-Zertifikat verwenden, um das Risiko einer Kompromittierung zu minimieren.

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Michael Becker

Michael Becker ist ein Technik-Enthusiast, der schon seit mehreren Jahren für verschiedene Technikmagazine schreibt.

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