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Apple legt Einspruch gegen 1,8-Milliarden-Euro-Strafe nach Spotify-Beschwerde ein

Zuletzt aktualisiert am 23. Mai 2024 von Lars Weidmann

Apple Inc. stellt sich gegen eine beträchtliche Geldstrafe in Höhe von 1,8 Milliarden Euro, die von der Europäischen Kommission (EK) nach einer Beschwerde von Spotify verhängt wurde. Der Streit dreht sich um die Richtlinien des Apple App Stores, die laut Spotify einen unfairen Marktvorteil für Apple Music geschaffen haben.

Im Jahr 2019 reichte Spotify eine Beschwerde gegen Apple ein und wies darauf hin, dass Apple von App-Entwicklern eine Gebühr von 30 % für das erste Jahr eines Abonnements erhebt, die im zweiten Jahr auf 15 % sinkt. Spotify argumentierte, dass diese „Apple-Steuer“ sie gezwungen habe, ihre Abonnementpreise zu erhöhen, was ihren Dienst im Vergleich zu Apple Music weniger wettbewerbsfähig machte.

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Trotz der Strafe gibt sich Apple nicht geschlagen. Laut Bloomberg hat der Technologieriese rechtliche Schritte beim EU-Gericht in Luxemburg eingeleitet, um die hohe Strafe aufzuheben. Apple behauptet, dass die Europäische Kommission keine glaubhaften Beweise dafür vorgelegt habe, dass Verbraucher durch die App-Store-Richtlinien geschädigt wurden. Apple vertritt die Ansicht, dass seine Gebührenstruktur gängige Praxis sei und keinen Fall von räuberischem Preissetzen darstelle.

Die EK sieht das jedoch anders. In ihrer Entscheidung betonte die Kommission, dass Apples Praktiken den Wettbewerb einschränkten, zumal Apps zuvor verboten war, Nutzer über günstigere Abonnementoptionen auf ihren Websites zu informieren. Als Reaktion auf den regulatorischen Druck hat die EK Apple seitdem dazu verpflichtet, App-Entwicklern zu gestatten, alternative Zahlungsmethoden zu bewerben.

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Der Rechtsstreit wird sich in den kommenden Monaten entwickeln und hat bedeutende Auswirkungen auf App-Entwickler und die Technologiebranche. Dieser Fall unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen großen Technologieunternehmen und den Regulierungsbehörden, die faire Wettbewerbspraktiken durchsetzen wollen.

Der Ausgang dieses Streits könnte die Funktionsweise von App-Stores neu gestalten und zukünftige Kartellfälle auf dem digitalen Markt beeinflussen. Vorerst bleibt die Debatte bestehen, und Apple und die EK stehen vor einem langwierigen juristischen Schlagabtausch.

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Autor

  • Lars Weidmann

    Lars Weidmann ist ein Technik-Enthusiast, der sich für eine Vielzahl von Themen im Bereich Technologie begeistert. Am liebsten schreibt er über die Themen Smartphones und Digitales.

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Lars Weidmann

Lars Weidmann ist ein Technik-Enthusiast, der sich für eine Vielzahl von Themen im Bereich Technologie begeistert. Am liebsten schreibt er über die Themen Smartphones und Digitales.