EU zwingt Meta zur Rückkehr von Drittanbieter-Chatbots
Im November des vergangenen Jahres hat Meta Drittanbieter-Chatbots in WhatsApp verboten. Das Unternehmen verfügt jedoch über einen eigenen Chatbot, der in die Plattform integriert ist. Dies hat die EU-Behörden auf den Plan gerufen, und die Europäische Kommission (EK) hat nun angeordnet, dass Meta den Zugang zu „konkurrierenden allgemeinen KI-Assistenten“ in WhatsApp kostenlos wiederherstellen und bis zum Ende der Antitrust-Untersuchung der EK zu diesem Verbot aufrechterhalten muss.
In einer Pressemitteilung der Kommission heißt es, dass dies „ernsthaften und irreparablen Schaden für den Wettbewerb in diesem wachsenden Markt durch das Verhalten von Meta verhindern“ soll, welches „auf den ersten Blick gegen die Wettbewerbsregeln der EU verstößt“. Die Antitrust-Untersuchung der EK zu Metas Verbot von Drittanbieter-Chatbots in WhatsApp begann im Dezember, und im Februar kam sie „vorläufig zu dem Schluss, dass vorläufige Maßnahmen erforderlich sein könnten, um zu verhindern, dass Metas Politikänderung ernsthaften und irreparablen Schaden auf dem Markt verursacht“.
Diese Anordnung stellt die genannten vorläufigen Maßnahmen dar. Die Entscheidung der EK basiert auf der Feststellung, dass „Meta auf den ersten Blick seit mindestens Januar 2023 eine dominante Stellung im europäischen Markt für Verbraucherkommunikationsanwendungen innehat“ und das Unternehmen „diese dominante Stellung missbraucht, indem es konkurrierenden allgemeinen KI-Assistenten den Zugang zur WhatsApp for Business API verwehrt“.
Die EK kam zu dem Schluss, dass Metas Verbot von Drittanbieter-Chatbots in WhatsApp „eine Weigerung darstellt, den Zugang zu einer Infrastruktur zu gewähren, die entwickelt wurde und zuvor für Dritte offen war“. Im März akzeptierte Meta Drittanbieter allgemeiner KI-Assistenten in WhatsApp, jedoch nur gegen eine Gebühr, was laut EK „einer Praxis entspricht, die dem vorherigen Zugangsverbot gleichkommt“.
Die heutige Anordnung zwingt Meta dazu, den Status quo vor Oktober 2025 wiederherzustellen, als Drittanbieter-KI-Chatbots kostenlosen Zugang zu WhatsApp hatten. Meta muss diesen Zugang unter diesen Bedingungen aufrechterhalten, bis die EK eine endgültige Entscheidung in diesem Fall trifft.
Quelle: GSM Arena
