Apple erreicht 10 Milliarden Dollar Umsatz in Indien
Apple hat in Indien einen neuen Rekord aufgestellt – die jährlichen Verkaufszahlen im Land überstiegen zum ersten Mal die Marke von 10 Milliarden US-Dollar für das gesamte Geschäftsjahr (dies bezieht sich auf den 12-Monats-Zeitraum, der im März endete).
Dies ist ein Anstieg von 9 Milliarden US-Dollar im vorherigen Geschäftsjahr und entspricht einem beeindruckenden Wachstum von 67 % im Vergleich zu vor drei Jahren.
Der Großteil der Verkäufe stammt natürlich aus der iPhone-Reihe, aber Apple verzeichnete auch eine steigende Nachfrage nach iPads und MacBooks, wie ein Insider gegenüber Bloomberg berichtete.
Indien bleibt jedoch ein relativ kleiner Markt – die vierteljährlichen Verkaufszahlen von Apple in China beliefen sich auf 18,8 Milliarden US-Dollar (also über einen Zeitraum von drei Monaten). Dies verfehlte die Schätzung von 19,6 Milliarden US-Dollar durch Analysten, zeigt jedoch den Unterschied im Maßstab zwischen den beiden Märkten.
Dennoch ist die Zahl von 10 Milliarden US-Dollar in Indien beeindruckend, da ungünstige Wechselkurse einen Druck auf die Zahlen ausüben – die indische Rupie fiel seit Anfang 2025 um 10 % gegenüber dem US-Dollar.
Lokale Steuern tragen ebenfalls nicht zur Verbesserung bei – zumindest nicht lokal. Wie Bloomberg anmerkt, kostet das Basismodell des iPhone 17 ₹82.900, was etwa 870 US-Dollar entspricht – das ist mehr als der Preis von 799 US-Dollar, den Käufer in den USA zahlen. Apple arbeitet jedoch mit Banken zusammen, um Kreditkartenrabatte anzubieten. Zudem gibt es hohe Studentenrabatte und Tauschangebote für ältere Telefone, um den Verkauf anzukurbeln. Anhand der Ergebnisse scheint dies erfolgreich zu sein.
Die Führungsetage in Cupertino hat jahrelang daran gearbeitet, die Produktionskapazitäten von Apple zu diversifizieren, die einst zu 100 % in China konzentriert waren. Obwohl die Produktion weiterhin in China zentriert ist, wurde im März bekannt, dass ein Viertel aller neuen iPhones in Indien hergestellt wurde. Dies entspricht geschätzten 55 Millionen produzierten Einheiten in einem Jahr, ein Anstieg von 36 Millionen im Vorjahr.
Und so könnte sich Apples Fokus auf Indien auszahlen – das Land erwägt, die Steuerbefreiungen für Fertigungsanlagen und Komponentenimporte bis 2041 zu verlängern (ursprünglich sollten sie 2031 auslaufen). Die Befreiung für Komponenten gilt für Teile, die zur Herstellung von Geräten für den Export außerhalb Indiens verwendet werden – dies unterstützt Apples Bestrebungen, das Land zu einem Fertigungshub für den globalen Markt zu entwickeln (Apple möchte beispielsweise alle US-iPhones in Indien herstellen).
Quelle: GSM Arena
