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Smartphone-Kameras: Die Zukunft der Fotografie liegt in der Berechnung

Zuletzt aktualisiert am 16. Mai 2023 von Marina Meier

Die Hardware von Smartphone-Kameras wird immer interessanter. Von der 200-Megapixel-Hauptkamera des Samsung Galaxy S23 Ultra bis zum Xiaomi 13 Ultra mit variabler Blende über einen Ein-Zoll-Sensor – es ist eine aufregende Zeit für Foto-Enthusiasten im Mobilbereich. Doch auch bei den besten Android-Telefonen spielen Rechenleistung und Software eine ebenso große Rolle wie die Hardware, um großartige Fotos mit unseren handlichen Kameras zu machen.

Smartphones nutzen die sogenannte Berechnungsfotografie, um ihre vergleichsweise bescheidene Hardware auszugleichen. Was den meisten Handykameras an Stärke im Vergleich zu dedizierter Kamerahardware fehlt, wird durch clevere Berechnungen kompensiert.

Berechnungsfotografie: Die Grundlagen

Die Berechnungsfotografie ist ein breiter Begriff, der jedoch im Wesentlichen das bedeutet, was er besagt: Fotografie wird durch die Leistung von Computern verbessert. Während jede digitale Kamera technisch gesehen Software verwendet, um Bilder zu erstellen, spielt Software bei Fotos, die mit Berechnungsfotografie-Techniken aufgenommen wurden, eine große Rolle für das endgültige Erscheinungsbild, noch bevor der Fotograf vorgefertigte Filter oder manuelle Nachbearbeitung anwendet.

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Anwendungen der Berechnungsfotografie

Es gibt verschiedene Anwendungsfälle für die Berechnungsfotografie, von der Erkennung eines Sonnenuntergangs durch die Kamera Ihres Telefons bis hin zu umstrittenen Schönheitsfiltern in sozialen Medien. Hier sind einige gängige Anwendungen:

HDR- und Low-Light-Modi

Sie haben wahrscheinlich schon einmal Visualisierungen gesehen, die Smartphone-Hersteller verwenden, um HDR-Fotografie zu veranschaulichen. Dabei handelt es sich um Stapel einzelner Frames, die automatisch zu einem einzigen Bild verschmelzen, das besser aussieht als die vielen Einzelbilder, aus denen es besteht.

Dies ist eine häufige Anwendung der Berechnungsfotografie. Obwohl es möglich ist, manuell Fotos mit verschiedenen Belichtungen aufzunehmen und sie zu einem Bild mit hohem Dynamikumfang zusammenzufügen, können unsere Telefone dies mit nur einem Tastendruck tun, dank immer leistungsfähigerer Mobilrechner und intelligenter Software.

Augmented Reality (AR)

Augmented Reality (AR) ist das Echtzeit-Aufbringen von zusätzlichen Grafiken auf Ihre physische Umgebung. Im Zusammenhang mit Smartphones bedeutet dies, dass die Kameraumgebung erkannt und realistisch zusätzliche Elemente auf dem Bildschirm Ihres Telefons darübergelegt werden.

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Portrait-Modus

Die künstliche Unschärfe, die im Portrait-Modus erzeugt wird, ist ein weiteres Beispiel für die Berechnungsfotografie im Alltag. Beim Aufnehmen eines Fotos im Portrait-Modus berechnet Ihr Gerät, wo und in welchem Maße der Unschärfeeffekt im Bild angewendet werden soll, um natürliche Tiefenschärfeeffekte zu erzeugen, die Kameras mit großen Sensoren und weiten Blenden unter ähnlichen Bedingungen erzeugen.

Software-Zoom

Beim digitalen Zoom wird das Bild grundlegend zugeschnitten, um den gewünschten Teil, auf den Sie heranzoomen möchten, größer im Bild darzustellen. Wenn Sie dies nachträglich selbst gemacht haben, wissen Sie, dass die Ergebnisse bei relativ kleinen Bildern (wie den Standardfotos mit 12 Megapixeln, die die meisten Telefone aufnehmen) oft weniger spektakulär sind. Doch durch die Berechnungsfotografie kann der Software-Zoom schärfere und realistischere Bilder erzeugen.

Mehr zur mobilen Fotografie

Das waren nur einige grundlegende Einblicke in die Berechnungsfotografie. Wenn Sie tiefer in die mobile Fotografie eintauchen möchten, werfen Sie einen Blick auf unsere Anleitungen zu den besten Android-Apps für Fotografen und dazu, wie Sie auf Android RAW-Fotos aufnehmen und bearbeiten können.

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Fazit:

Die Berechnungsfotografie hat die Art und Weise, wie wir mit unseren Smartphone-Kameras fotografieren, revolutioniert. Dank immer leistungsstärkerer Hardware und cleverer Software sind wir in der Lage, beeindruckende Bilder zu erfassen, die zuvor dedizierten Kameras vorbehalten waren. Von HDR-Modi über künstliche Unschärfe bis hin zu Software-Zoom – unsere Handys bieten uns vielfältige Möglichkeiten, unsere Kreativität in der Fotografie auszuleben.

Die Zukunft der Smartphone-Kameras verspricht noch mehr spannende Entwicklungen in der Berechnungstechnologie. Wir können gespannt sein, welche Innovationen uns in den kommenden Jahren erwarten. Halten Sie Ausschau nach neuen Funktionen und entdecken Sie die grenzenlosen Möglichkeiten der Berechnungsfotografie auf Ihrem eigenen Smartphone.

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Marina Meier

Marina schreibt seit einigen Jahren für Elektronik Informationen. Am liebsten berichtet sie über die Bereiche Handys und Tablets.