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Samsung zögert: Bing statt Google als Standardsuchmaschine?

Zuletzt aktualisiert am 20. Mai 2023 von Marina Meier

ChatGPT stört allmählich das Gefüge der Online-Suchmaschinen. Nachdem Microsoft das generative KI-Tool vor einigen Monaten in Bing integriert hat, begann das Unternehmen eine Kampagne, um Firefox dazu zu bewegen, seine Suchmaschine zur Standardauswahl im Browser zu machen. Zur gleichen Zeit erwog auch Samsung, die Standard-Suchmaschine in seinen Galaxy-Handys von Google zu Bing zu wechseln, aber es sieht so aus, als ob das noch eine Weile aufgeschoben wird.

Während Google Chrome auf den meisten Galaxy-Geräten vorinstalliert ist, liefert Samsung auch Telefone mit seinem eigenen hauseigenen Browser aus, der Google als Standard-Suchmaschine verwendet. Darüber hinaus enthält der One UI Home Launcher des Unternehmens ein Google-Suchwidget, das in die Hauptstartseite eingebettet ist.

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Samsung hatte ursprünglich in Betracht gezogen, diese Funktion auf Bing umzustellen, angesichts der neuen Möglichkeiten durch ChatGPT. Aber laut dem Wall Street Journal hat das südkoreanische Unternehmen diese Diskussionen vorerst auf Eis gelegt, da es befürchtet, welche Konsequenzen sowohl in der öffentlichen Wahrnehmung als auch in seinen Geschäftsbeziehungen daraus entstehen könnten.

Angesichts der Verbindungen von Samsung zu Google ist es verständlich, warum das Unternehmen diese Diskussionen ausgesetzt hat. Außerdem könnte es durch Googles Einführung von Bard und der Integration seiner eigenen generativen KI in seine Suchmaschine möglicherweise den Bedarf an einem Wechsel zu einem neuen Suchanbieter zerstreuen. Selbst wenn Samsung sich dazu entschieden hätte, die Suchmaschinen zu wechseln, hätte es einen Vertrag mit Google brechen müssen, der garantiert, dass seine Apps standardmäßig auf Samsung-Geräten installiert sind, im Austausch für Zugang zum Play Store.

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Das Interesse von Samsung an generativer KI ist nicht neu. Vor einigen Tagen wurde gemunkelt, dass Samsung seine eigene Plattform entwickelt, die ähnlich wie ChatGPT und Bard ist, aber nur für seine Mitarbeiter verfügbar sein wird. Natürlich wird es nicht in eine Suchmaschine integriert, aber das Interesse des Unternehmens ist nachvollziehbar.

Die Entscheidung, nicht zu Bing zu wechseln, gibt Google genügend Spielraum, um sicherzustellen, dass Bard genauso gut, wenn nicht sogar besser funktioniert als ChatGPT. Nachdem Google auf der diesjährigen I/O gezeigt hat, wie es funktionieren würde, hofft das Unternehmen, dass es, sobald es für die Öffentlichkeit verfügbar ist, einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt, so wie es der Konkurrent getan hat.

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Marina Meier

Marina schreibt seit einigen Jahren für Elektronik Informationen. Am liebsten berichtet sie über die Bereiche Handys und Tablets.