Microsoft erhält grünes Licht von der EU für die Übernahme von Activision Blizzard King

Zuletzt aktualisiert am 17. Mai 2023 von Marina Meier

Die Europäische Union hat ihre Bedenken hinsichtlich der Übernahme von Activision Blizzard King durch Microsoft ausgeräumt und dem 68,7 Milliarden Euro schweren Deal zugestimmt. Es stehen jedoch noch Hürden bevor, da er kürzlich von der britischen Regulierungsbehörde blockiert wurde und die FTC in den USA noch nicht an Bord ist.

Die Zustimmung der EU erfolgte unter einer Bedingung: Microsoft muss konkurrierenden Cloud-Gaming-Diensten eine 10-jährige Lizenz gewähren, um ihnen das Streamen von Activision-Spielen zu ermöglichen. Hier ist ein Tweet von Brad Smith (Vizepräsident und Präsident bei Microsoft):

“Wir freuen uns über die Zustimmung der Europäischen Kommission zur Übernahme von Activision Blizzard King durch Microsoft. Dies ist ein wichtiger Schritt für unser Unternehmen und die Gaming-Branche insgesamt. Wir sind zuversichtlich, dass diese Übernahme neue Möglichkeiten für Spielerinnen und Spieler auf der ganzen Welt eröffnen wird.”

Anscheinend war dies das entscheidende Versprechen, das die Europäische Kommission überzeugt hat. Microsoft hat natürlich seinen eigenen Game-Streaming-Dienst, aber Nutzer von konkurrierenden Diensten weltweit haben nun garantierten Zugang zu aktuellen und zukünftigen Activision-Spielen für PC und Konsolen.

Interessanterweise konzentrierten sich die Bedenken sowohl der EU- als auch der britischen Regulierungsbehörden auf das Streaming. Die Untersuchung der EU ergab, dass Microsoft keinen Anreiz hat, Activision-Spiele auf der Sony PlayStation zu verweigern (unter Berufung auf die Statistik, dass es im Europäischen Wirtschaftsraum vier PlayStations für jede Xbox gibt). Und selbst wenn Microsoft die Activision-Spiele von der PlayStation-Hardware entfernen würde, “würde dies den Wettbewerb auf dem Konsolenmarkt nicht wesentlich beeinträchtigen”. Und diese Spiele wären sowieso über Nicht-Microsoft-Streaming-Dienste verfügbar, gemäß der Vereinbarung.

Es gibt auch noch die FTC, obwohl Microsoft den Deal möglicherweise auch ohne ihre Zustimmung durchgesetzt hätte. Beth Wilkinson, Anwältin von Microsoft, sagte, dass der Deal auch ohne Zustimmung der FTC abgeschlossen werden könne. Das könnte jedoch davon abhängig gewesen sein, von den britischen und EU-Regulierungsbehörden genehmigt zu werden, und die britische Wettbewerbs- und Marktbehörde sagte “Nein”.

Neben der EU hat Microsoft grünes Licht aus Japan, Brasilien, Saudi-Arabien, Chile, Südafrika und Serbien erhalten. Es bleibt abzuwarten, ob das Engagement von Microsoft gegenüber der EU die britische Wettbewerbs- und Marktbehörde überzeugen wird.

Neben staatlichen Regulierungsbehörden haben auch einige von Microsofts Konkurrenten Bedenken hinsichtlich des Deals. Nintendo hat jedoch einen 10-jährigen Vertrag unterzeichnet, der eine gleichzeitige Veröffentlichung von großen Titeln wie Call of Duty und anderen sichert. Es wurden 10-jährige Streaming-Verträge mit Nvidia, Ubitus und Boosterroid geschlossen.

 

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Marina Meier

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