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iPhone-Sicherheitswarnung: Phone Link unter Windows 11 gefährdet Privatsphäre

Zuletzt aktualisiert am 22. Mai 2023 von Lars Weidmann

Windows 11 hat gerade die Unterstützung von Phone Link für iOS eingeführt, was nun für alle verfügbar ist. Allerdings gibt es eine Warnung, dass iPhone-Besitzer einem potenziellen Ausspionieren ausgesetzt sein könnten, indem eine Sicherheitslücke ausgenutzt wird, die einen Missbrauch der App ermöglicht.

Phone Link ist schon seit langer Zeit für Android verfügbar und ermöglicht das Weiterleiten von Nachrichten, Benachrichtigungen und vielem mehr an einen Windows 11 PC, sodass diese dort auf dem Desktop bearbeitet werden können, ohne dass das Smartphone in die Hand genommen werden muss.

Die Einführung von Phone Link für iOS ist definitiv ein Vorteil für iPhone-Benutzer, auch wenn der Funktionsumfang im Vergleich zu Android eingeschränkter ist. Das Problem besteht jedoch darin, dass Cyber-Stalker die Funktion missbrauchen könnten, da Phone Link für Apple-Geräte implementiert wurde.

Ein Unternehmen für mobile Sicherheit namens Certo Software berichtet, dass mehrere seiner Benutzer mit Phone Link für iOS ausspioniert wurden. Wie funktioniert das? Certo erklärt den Prozess in einem Nachrichtenbeitrag, weist jedoch darauf hin, dass der Cyber-Stalker physischen Zugriff auf das iPhone des Opfers haben muss, um die Person zu kompromittieren.

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Wenn der Angreifer dies schafft und den Passcode für das Gerät kennt, ist es relativ einfach, Phone Link auf dem eigenen Windows-PC einzurichten. Certo gibt keine genauen Schritte an, um potenziellen Missbrauchern keine Informationen zu liefern, weist jedoch darauf hin, dass dies das Scannen eines QR-Codes auf dem PC-Monitor mit dem iPhone des Opfers beinhaltet, um eine Bluetooth-Verbindung herzustellen.

Sobald dies erledigt ist und Phone Link eingerichtet ist, können Dinge wie Anrufliste, iMessages und der Inhalt von Benachrichtigungen auf dem PC angezeigt werden, ohne dass der iPhone-Besitzer davon Kenntnis hat, dass seine Daten auf diese Weise kompromittiert werden.

Certo stellt fest, dass “Cyber-Stalker anscheinend schnell von dieser neuen Funktion Gebrauch machen” und dass dies natürlich besorgniserregend ist.

Was kann unternommen werden?

Dies ist besonders besorgniserregend, da es in Szenarien genutzt werden könnte, in denen zum Beispiel ein missbräuchlicher Partner dies ausnutzt. Sie könnten alle Nachrichten und Benachrichtigungen anzeigen und eine umfassende Überwachung des Opfers durchführen, ohne dass der Partner davon erfährt.

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Wenn Sie ein iPhone besitzen und sich nun besorgt fühlen, erklärt Certo, dass Sie mehrere Maßnahmen ergreifen können, um sicherzustellen, dass Sie nicht auf diese Weise ausspioniert werden. Überprüfen Sie zunächst, ob Bluetooth deaktiviert ist, wenn Sie es nie verwenden. Ohne diese drahtlose Verbindung kann keine Kommunikation mit dem verbundenen Windows-PC stattfinden.

Alternativ können Sie überprüfen, welche Geräte über Bluetooth mit Ihrem iPhone verbunden wurden, und alle Geräte löschen, die Sie nicht erkennen. Gehen Sie dazu zu den Einstellungen und navigieren Sie zu Bluetooth > Meine Geräte. Wenn Sie Geräte sehen, bei denen Sie sich nicht sicher sind oder nicht wissen, was sie sind, können Sie die Option “Dieses Gerät vergessen” verwenden, um sie von Ihrem iPhone zu entfernen (und damit die Verbindung zu trennen).

Schließlich ist es offensichtlich hilfreich, wenn niemand Ihren iPhone-Passcode kennt, um es zu entsperren und Zugriff zu erhalten. Wenn dies der Fall ist oder Sie vermuten, dass dies der Fall sein könnte, ändern Sie den Code und teilen Sie ihn niemandem mit (nachdem Sie die oben genannte Bluetooth-Bereinigung durchgeführt haben).

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Certo warnt außerdem: “Wie bei früheren Sicherheitslücken bei iPhones könnte es nicht lange dauern, bis Spyware-Entwickler Tools erstellen, die diese Methode nutzen, um noch mehr Informationen von Opfern abzurufen.”

Wir wissen nicht, wie weit diese Methode bisher ausgenutzt wurde, da es scheinbar nur vereinzelte Berichte gibt, aber das Potenzial für eine Verschlechterung besteht.

Hoffentlich werden sowohl Microsoft als auch Apple dies nun untersuchen, um sicherzustellen, dass dies nicht geschieht, und alle erforderlichen zusätzlichen Maßnahmen ergreifen, um die Privatsphäre von iPhone-Benutzern zu schützen. Eine der Vorschläge von Certo ist, dass Apple in iOS eine Art visuellen Warnhinweis einführt, wenn Benachrichtigungen oder Nachrichten über Bluetooth mit einem anderen Gerät geteilt werden.

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Lars Weidmann

Lars Weidmann ist ein Technik-Enthusiast, der sich für eine Vielzahl von Themen im Bereich Technologie begeistert. Sein Interesse an Technik begann bereits in jungen Jahren, als er zum ersten Mal einen Computer benutzte und sich sofort für dessen Funktionsweise und Möglichkeiten begeisterte. Fragen, Kritik oder Anregungen zu meinem Artikel? Schreiben Sie mir unter [email protected] Seine Begeisterung für Technologie und seine Fähigkeit, komplexe Konzepte verständlich zu erklären, machen ihn zu einem geschätzten Autor und Experten auf seinem Gebiet.