EU-Entwickler fordern Gleichheit nach US-Gerichtsurteil
Ein kürzliches Gerichtsurteil in den USA hat zu Protesten unter EU-App-Entwicklern geführt – das 9. Berufungsgericht hat Apple angewiesen, keine Gebühren mehr von Entwicklern für Zahlungen außerhalb des App Stores zu erheben. Nun fordern europäische Entwickler dasselbe und rufen die EU zum Handeln auf, da dies einen unfairen Vorteil für US-amerikanische Entwickler schafft.
Dies steht im Widerspruch zu den EU-Gesetzen – als „Gatekeeper“ ist Apple verpflichtet, Entwicklern zu erlauben, Kunden außerhalb des App Stores ohne Gebühren zu belasten. Dies entspricht jedoch nicht ganz dem, was Apple versprochen hat. Nach einer Geldstrafe von 500 Millionen Euro kündigte das Unternehmen ein neues zweistufiges System für die Gebühren des Apple Stores an. Dies beinhaltete eine Provision von 5 % (oder mehr) auf Zahlungen, die außerhalb des Stores getätigt werden (zuvor hatte Apple Entwicklern sogar verboten, darauf hinzuweisen, dass dies möglich ist). In den USA darf Apple nach dem Gerichtsurteil überhaupt keine solche Provision erheben.
Eine Koalition für App-Gerechtigkeit (CAF) hat sich gebildet, zu deren bemerkenswerten Mitgliedern unter anderem Epic, Spotify und andere gehören, die rechtliche Auseinandersetzungen mit Apple über dessen App-Store-Richtlinien hatten. Gene Burrus, Global Policy Counsel für CAF, äußert: „Es ist schlecht für europäische Unternehmen und schlecht für europäische Verbraucher.“ EU-Entwickler müssen entweder die zusätzlichen Kosten selbst tragen oder diese an die Verbraucher weitergeben, fügt Burrus hinzu.
EU-Entwickler haben zusätzliche Bedenken, die sie von der Union prüfen lassen möchten. Apple hat angekündigt, dass es im Jahr 2026 neue Richtlinienänderungen geben wird – jedoch hat das Unternehmen noch nicht mitgeteilt, um welche es sich handelt, obwohl das neue Jahr nur noch wenige Wochen entfernt ist.
Quelle: GSM Arena
