Technik News

Elon Musk darf Gehirnimplantate am Menschen testen: FDA genehmigt Neuralink

Zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2023 von Lars Weidmann

Sieben Jahre nach der Gründung hat Elon Musks Unternehmen Neuralink endlich die Genehmigung der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) erhalten, einen Computer im menschlichen Gehirn zu implantieren.

“Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass wir die Zulassung der FDA für unsere klinische Studie am Menschen erhalten haben”, twitterte Neuralink am Donnerstag. “Dies ist das Ergebnis der unglaublichen Arbeit des Neuralink-Teams in enger Zusammenarbeit mit der FDA und stellt einen wichtigen ersten Schritt dar, der es uns eines Tages ermöglichen wird, vielen Menschen mit unserer Technologie zu helfen.”

Neuralink arbeitet an einer Technologie, die das menschliche Gehirn mit einer Computer-Schnittstelle verbindet und Menschen mit neurologischen Erkrankungen dabei helfen könnte, mit verschiedenen Geräten zu kommunizieren und sie zu steuern. Eine Person mit Lähmungen könnte zum Beispiel ihr Handy allein durch Vorstellung ihrer Handbewegungen nutzen. Aber laut Musk ist das langfristige Ziel des Projekts, Menschen mit “übermenschlicher Kognition” auszustatten.

Siehe auch  Startschuss für Huawei EMUI 13 Beta in Europa: Jetzt anmelden

Die zeitliche Abstimmung der Genehmigung passt zu Musks Ankündigung im November 2022, dass Neuralink bei der FDA um Genehmigung gebeten habe. Damals sagte er, dass er erwartete, dass die Behörde etwa sechs Monate für ihre Entscheidung brauchen würde.

Die große Frage ist nun, wie genau Neuralink die Teilnehmer für die klinische Studie auswählen wird, die sich zur Verfügung stellen.

Das Unternehmen teilte am Donnerstag mit, dass die Rekrutierung für die klinische Studie “noch nicht eröffnet” sei, versprach jedoch, “bald weitere Informationen dazu bekannt zu geben”.

Musk hatte im letzten Jahr angekündigt, das Gerät selbst in seinem Gehirn implantieren zu lassen, doch nur wenige erwarten, dass er einer der ersten Teilnehmer der Studie sein wird.

Siehe auch  Display-Revolution: Samsung kündigt rollbare OLED-Displays für Handys an

Früher hatte die FDA eine Reihe von Fragen erhoben, die Neuralink vor der Genehmigung für klinische Studien klären sollte, berichtete Reuters. Dabei ging es um die Lithiumbatterie des Geräts, das Risiko, dass die Drähte des Implantats im Gehirn wandern, und wie man die sichere Entfernung des Geräts gewährleisten kann, ohne Schaden am Gehirngewebe zu verursachen.

In einer früheren Demonstration ihres Gehirnimplantats zeigte Neuralink, wie ein Affe allein durch seine Gedanken Pong spielen und auch einen Mauszeiger durch seine Gedanken bewegen konnte. Das Unternehmen geriet wegen des Einsatzes von Tieren für Tests in die Kritik, aber Musk behauptet immer, dass die Tiere human behandelt werden.

Andere Forscher entwickeln ähnliche Technologien wie Neuralink. Ein Gerät namens BrainGate ermöglicht es zum Beispiel einem gelähmten Mann, seine Gedanken in Text umzuwandeln und so zu kommunizieren.

Avatar-Foto

Lars Weidmann

Lars Weidmann ist ein Technik-Enthusiast, der sich für eine Vielzahl von Themen im Bereich Technologie begeistert. Sein Interesse an Technik begann bereits in jungen Jahren, als er zum ersten Mal einen Computer benutzte und sich sofort für dessen Funktionsweise und Möglichkeiten begeisterte. Fragen, Kritik oder Anregungen zu meinem Artikel? Schreiben Sie mir unter [email protected] Seine Begeisterung für Technologie und seine Fähigkeit, komplexe Konzepte verständlich zu erklären, machen ihn zu einem geschätzten Autor und Experten auf seinem Gebiet.