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AMD bereitet seine ersten Hybrid-APUs vor

Zuletzt aktualisiert am 11. September 2023 von Lars Weidmann

AMD, der renommierte Hersteller von Prozessoren und Grafikkarten, plant die Einführung seiner ersten Hybrid-APUs. Diese neuen APUs werden eine Kombination aus leistungsstarken Zen 4-Kernen und effizienten Zen 4c-Kernen enthalten. Durch die Kombination dieser beiden Kerntypen wird AMD eine beeindruckende Leistung und Energieeffizienz in einem einzigen Chip bieten.

Vorstellung von Phoenix 2

Die Hybrid-APUs von AMD werden unter dem Codenamen “Phoenix” entwickelt. Die erste Version dieser Hybrid-APUs wird als “Phoenix 2” bezeichnet. Diese APU wird in erschwinglichen Laptops zum Einsatz kommen und eine herausragende Leistung bieten. Wann genau Phoenix 2 auf den Markt kommen wird, ist jedoch noch unklar.

Ein Twitter-Nutzer namens@9550pro hat ein Foto des Phoenix 2-Chips veröffentlicht, das interessante Informationen enthüllt. Auf dem Bild sind zwei vollständige Zen 4-Kerne unten links zu sehen. Doch oben links befinden sich die faszinierenden Zen 4c-Kerne. Diese Kerne sind auf Energieeffizienz ausgelegt und verbrauchen wenig Strom. Neben den beiden leistungsstarken Kernen gibt es einen vierten Zen 4c-Kern. Dies ergibt ein 2+4-Kern-Design, wie man es bei einem Budget-CPU erwarten würde.

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Gemäß den Aussagen von 9550pro unterstützen die Zen 4c-Kerne Multithreading mit zwei gleichzeitigen Threads. Das bedeutet, dass der betreffende Chip insgesamt 12 Threads unterstützt. Diese Multithreading-Fähigkeit ermöglicht es den Zen 4c-Kernen, gleichzeitig mehrere Aufgaben effizient auszuführen und die Gesamtleistung der APU zu steigern.

Wenn wir uns das Foto des Phoenix 2-Chips genauer ansehen, fällt uns die große Fläche in der Mitte rechts auf. Diese Fläche beherbergt die GPU, während sich die Blöcke für verschiedene SoC-Funktionen wie USB, Speicher und PCIe am Rand des Chips befinden. Auf der linken Seite des Chips befindet sich der grüne Bereich, der den L3-Cache darstellt. Der L3-Cache spielt eine wichtige Rolle bei der Speicherhierarchie des Chips und sorgt für eine schnellere und effizientere Datenverarbeitung.

Die Vorteile der Hybrid-APUs

Die Hybrid-APUs von AMD bieten eine Reihe von Vorteilen. Durch die Kombination von leistungsstarken Zen 4-Kernen und effizienten Zen 4c-Kernen können diese APUs eine beeindruckende Leistung bei gleichzeitig niedrigem Energieverbrauch bieten. Dies ist besonders vorteilhaft für Laptops, da sie viel Zeit im Leerlauf verbringen. Die Verwendung von energieeffizienten Kernen führt zu einer längeren Akkulaufzeit, während gleichzeitig genügend Leistung für anspruchsvolle Aufgaben zur Verfügung steht.

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Mit einem Hybrid-CPU-Design sind die kleinen Kerne ideal für die Ausführung von Hintergrundaufgaben, während die leistungsstarken Kerne bei rechenintensiveren Aufgaben zum Einsatz kommen. Die Zen 4c-Kerne sind leistungsfähig genug, um mit den Zen 4-Kernen von AMD zu konkurrieren und bieten eine optimale Balance zwischen Energieeffizienz und Leistung.

AMD folgt damit dem Trend von Intel, der ebenfalls auf Hybrid-CPUs setzt. Dieser Trend zeichnet sich in der gesamten Branche ab und wird zunehmend populär. Hybrid-CPUs bieten die Möglichkeit, die Vorteile verschiedener Kerntypen zu kombinieren und so eine optimale Leistung bei geringem Energieverbrauch zu erzielen.

In Bezug auf Gaming ist eine hohe Anzahl von Leistungskernen nicht unbedingt erforderlich. Solange Konsolen und Laptops im Bereich von acht Kernen bleiben, werden Entwickler nicht viel Aufwand betreiben, um Code für eine geringe Anzahl von Benutzern mit sehr leistungsstarken CPUs zu optimieren. Während Performance-Kerne bei Aufgaben wie Codierung oder Rendering ihre Vorteile haben, sind sie für das Gaming weniger entscheidend.

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Die Zukunft von AMD APUs

Obwohl die Einführung von Zen 5 für Desktops noch in weiter Ferne liegt, ist es durchaus denkbar, dass AMD den Weg von Intel geht und Desktop-Teile mit beiden Arten von Kernen einführt. Dies würde es den Benutzern ermöglichen, die Vorteile beider Kerntypen zu nutzen und eine optimale Leistung für ihre Anforderungen zu erzielen. Es ist auch möglich, dass AMD Phoenix 2 als Teil der Ryzen 8000-Serie vermarktet.

AMD hat in der Vergangenheit nicht immer reibungslose Erfahrungen mit der Optimierung der Kernnutzung gemacht. Es wird daher entscheidend sein, dass AMD entsprechende Maßnahmen ergreift, um die Effizienz der Hybrid-CPUs und APUs sicherzustellen. Intel hat hier mit dem “Thread Director” eine Lösung entwickelt, die es ermöglicht, die Kerne optimal zu nutzen und eine gleichmäßige Lastverteilung zu gewährleisten.

 

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Lars Weidmann

Lars Weidmann ist ein Technik-Enthusiast, der sich für eine Vielzahl von Themen im Bereich Technologie begeistert. Sein Interesse an Technik begann bereits in jungen Jahren, als er zum ersten Mal einen Computer benutzte und sich sofort für dessen Funktionsweise und Möglichkeiten begeisterte. Fragen, Kritik oder Anregungen zu meinem Artikel? Schreiben Sie mir unter [email protected] Seine Begeisterung für Technologie und seine Fähigkeit, komplexe Konzepte verständlich zu erklären, machen ihn zu einem geschätzten Autor und Experten auf seinem Gebiet.