Apple sucht Rückkehr zu Intel: Chip-Lieferketten neu denken
Apple hatte eine langjährige Partnerschaft mit Intel, bis das Unternehmen beschloss, sich von dem Chipdesigner und -hersteller zu distanzieren und auf eigene Siliziumlösungen für seine MacBooks zu setzen. Die Beziehung zu TSMC begann 2014, als das taiwanesische Unternehmen den Apple A8-Chip lieferte. TSMC ist seitdem der einzige Chiplieferant. Nun versucht Apple, die Partnerschaft mit Intel wiederherzustellen.
Zahlreiche Berichte deuten darauf hin, dass Apple schon seit einiger Zeit versucht, sich von TSMC zu diversifizieren. Angesichts der Störungen in der Lieferkette und des Chipmangels, die durch die KI-Datenzentren verstärkt wurden, hat sich die Situation in den letzten Monaten als dringlicher erwiesen. Apple selbst räumte in seinem letzten Quartalsbericht ein, dass die Abhängigkeit von TSMC allein in Zukunft problematisch sein könnte.
Aus diesem Grund befindet sich Apple in den frühen Verhandlungen mit Intel und Samsung. Tatsächlich haben bereits wichtige Apple-Führungskräfte die Fabrik von Samsung in Texas besucht, die voraussichtlich bald mit der Produktion fortschrittlicher Chips beginnen wird.
Der Strategiewechsel erfolgt unmittelbar nach einer Umstrukturierung, bei der die Teams für Hardwareengineering und Hardwaretechnologien zusammengelegt wurden, die von Johny Srouji, dem Chief Hardware Officer des Unternehmens, geleitet werden.
Die größte Herausforderung für Apple besteht darin, einen Chiphersteller zu finden, der in der Lage ist, Chips in großem Maßstab zu liefern und dabei eine konsistente Ausbeute zu gewährleisten. Bisher hat nur TSMC die Anforderungen von Apple erfüllt, sodass Intel und Samsung ihre Leistungen steigern müssen, um die dringend benötigten Aufträge von Apple zu sichern.
Quelle: GSM Arena
