Smartphone-Lieferungen steigen trotz Chipkrise leicht an
Trotz der anhaltenden Krise auf dem Speicherchipmarkt berichtete Omdia von einem Anstieg der globalen Smartphone-Lieferungen um 1 % im ersten Quartal. In den ersten drei Monaten des Jahres wurden insgesamt 298,5 Millionen Einheiten ausgeliefert, was durch das strategische Vorziehen von Beständen durch die Anbieter begünstigt wurde. Dies geschieht, wenn Smartphone-Unternehmen gezielt die Lagerbestände erhöhen, um steigenden Komponentenpreisen zuvorzukommen.
Samsung sicherte sich erneut den Titel als weltweit führende Smartphone-Marke mit 65,4 Millionen ausgelieferten Geräten in diesem Zeitraum, was einem Anstieg von 8 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Galaxy S26-Serie verzeichnet eine starke Nachfrage, und auch die neu eingeführten Modelle Galaxy A37 und Galaxy A57 tragen wesentlich zu Samsungs Marktanteil von 22 % bei.
Apple belegte mit 60,4 Millionen ausgelieferten Geräten (ein Anstieg von 10 % im Jahresvergleich) den zweiten Platz und kontrollierte schätzungsweise 20 % des globalen Marktes. Die Nachfrage nach der iPhone 17-Serie bleibt stark, und der Bericht hebt auch das höhere als erwartete Interesse der Nutzer an dem iPhone 17e in Europa und Japan hervor. Die Flaggschiff-Modelle iPhone 17 Pro und 17 Pro Max übertrafen ihre Vorgänger mit einem beeindruckenden Anstieg der Nachfrage um 42 % in China.
Xiaomi (einschließlich Redmi und Poco) belegte den dritten Platz mit 33,8 Millionen ausgelieferten Geräten und einem Marktanteil von 11 %, erlebte jedoch auch den größten jährlichen Rückgang (-19 %) bei den Lieferungen unter den fünf größten Anbietern. Steigende Komponentenpreise haben die Margen von Xiaomi erheblich belastet.
Oppo (einschließlich OnePlus und Realme) kam mit 30,7 Millionen ausgelieferten Geräten und einem Marktanteil von 10 % auf den vierten Platz, während vivo mit 21,3 Millionen ausgelieferten Geräten und einem Marktanteil von 7 % den fünften Platz belegte.
Für die Zukunft prognostizieren Omdia-Analysten turbulente Zeiten mit einer Phase der Anpassung nach dem Angebotsdruck der Anbieter. Ein hoher Lagerbestand und allgemein schwache Verbrauchernachfrage werden entscheidende Faktoren sein, die den globalen Smartphone-Markt in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 prägen werden.
Quelle: GSM Arena
