Meta wandelt sich: Fokus auf mobile VR-Anwendungen
Im Jahr 2021 rebrandete Facebook zu Meta, was stark mit dem internen Glauben des Unternehmens an die Zukunft der VR-Technologie verbunden war. Meta stellte sich Horizon Worlds als die Hauptplattform vor, über die Menschen in der Zukunft kommunizieren würden. Aktuell scheint jedoch klar zu sein, dass der VR-Trend entweder vorbei ist oder sich dem Ende zuneigt.
In einem kürzlichen Interview mit Samantha Ryan, der VP für Inhalte bei Reality Labs von Meta, wurde bekannt, dass eine mobile-first-Strategie nun im Vordergrund steht und Horizon Worlds sich in Richtung einer „fast ausschließlich mobilen“ Plattform entwickelt.
Im Rahmen dieser Veränderung trennt Meta Horizon Worlds und die Quest-VR-Plattform in zwei separate Produkte. Auf der Quest- oder VR-Seite wird der Fokus stärker auf Drittentwickler und Inhalte gelegt, anstatt auf erste eigene Welten. Tatsächlich werden einzelne Horizon Worlds-Ziele aus dem VR-Store entfernt, und der Bereich „Welten“ verschwindet von der Quest-Startseite.
Auf der Horizon-Seite hingegen verlagert sich der Fokus nahezu vollständig auf mobile Anwendungen. Berichten zufolge wuchsen die mobilen Welten bis 2025 von null auf 2.000, und die Anzahl der monatlichen Nutzer vervierfachte sich. Im Rahmen dieser Umstellung führt Meta neue Werkzeuge wie das Meta Horizon Studio und die Meta Horizon Engine ein und erweitert deren Verfügbarkeit, um bessere und ansprechendere mobile Welten zu schaffen. Zudem gibt es neue Monetarisierungstools, wie beispielsweise spezielle Bundles und Saisonpässe.
Ob Meta mit Giganten wie Roblox und Fortnite mithalten kann, wird sich zeigen. Die Umstrukturierung, auch wenn sie sinnvoll erscheint, hat jedoch auch negative Aspekte, da die Reality Labs-Abteilung des Unternehmens kürzlich etwa 10 % ihrer Belegschaft entlassen hat.
Quelle: GSM Arena
